Es hat sich alles noch ein wenig verzögert, aus dem Sommerschnitt ist am Ende dann eher eine Runderneuerung des Gartens geworden, immer wieder unterbrochen von Segeltouren, Tanzabenden, Kino oder
einem Ausflug zum Titlis-Gletscher, die Zeit war also gut gefüllt. Da mir persönlich das an Infos über meine Zeit hier eigentlich reichen würde, nach wie vor bin ich einfach kein Fan von
Alltagsblogs, aber bereits gefragt wurde, was ich denn die ganze Zeit hier machen würde, für diese Leute alles noch etwas genauer:
Primär habe ich meine Zeit natürlich im Garten verbracht. Die erste Woche mit Standardarbeiten wie Hecke schneiden, Rasen mähen, mich um die Beete kümmern etc., Ausreißer war das Beet um den
Briefkasten vor dem Haus, dass ich unter wuchernstem Gras überhaupt erst wieder zum Vorschein bringen musste, bevor ich es wieder gestalten konnte. Für das vorhandene Material fand ich es sehr
gut gelungen, aus den größeren Steinen, die unter dem Gras und in der Erde wieder zum Vorschein gekommen waren, habe ich einen kleinen Steingarten angelegt. Anschließend, nachdem Gisela und Dani
aus ihrem Urlaub wieder zurück waren, ging es zuerst an die Restaurierung und Runderneuerung des oberen Hochbeetes, dessen Bestandteile im Laufe der Jahre so morsch geworden sind, dass die
Abrissarbeiten vorwiegend darin bestanden, die Einzelteile zusammenzufegen, nachdem man sie versehentlich berührt hatte. Schwierig war dann der Zusammenbau des neuen Beetes, das um die bestehende
Erde herumgebaut werden musste, inklusive Pfosten, die in die Erde getrieben werden musste etc.pp. Das hat einige Tage benötigt, bevor es dann zur rückblickend so zu bezeichnenden Hauptaufgabe
ging, das Briefkastenbeet herzurichten.
Das Problem dieses Beetes ist, dass der äußere Teil dem Besitzer des Nachbarhauses gehört, der sich um alles, was nach grün und Garten aussieht, schlicht nicht kümmert, das Beet wächst von dieser
Seite also immer voll. Zusätzlich haben sich einige Farne breitgemacht und ein riesiger Holzstapel bedeckt den Großteil des restlchen Platzes. Zusätzlich natürlich zum Gras, das auf dem von mir
noch nicht bearbeiteten Teil ungestört weiterwuchert. Das alles galt es abzutragen, bevor man sich an die Gestaltung einer dem Auge gefallenden Alternative machen konnte, deren Ausgestaltung, da
sie nahezu vollständig aus einzelnen Steinen bestehen sollte, wiederum einige Zeit brauchte. Schlussendlich musste dann noch die neue Begrünung eingepasst werden, es gab also genug zu tun.
Zur Zerstreuung, die über das abendliche Beisammensein, gelegentlich bei einem Film oder einigen Folgen "Limitless" hinausging, gab es dann, wie gesagt, verschiedene Gelegenheiten. Da Dani und
Gisela begeisterte Segler sind, wurde ich selbstverständlich zu einem Segeltörn am See eingeladen, ich als Tänzer konnte in einem Tanzlokal testen, was ich noch alles beherrsche, und zum
Abschluss gab es vor einer Führung durch Danis Labor bei "Killers Bodyguard" reichlich zu lachen. Sehr empfehlenswert im Übrigen. Der Titlisgletscher, etwa eine Stunde von hier entfernt, war
natürlich auch ein Highlight meiner Zeit hier. Bin ich in Seward in Alaska noch auf dem Geltscher dort geklettert, führt auf dem Titlis ein Tunnel hindurch, sodass man durch das Eis selbst gehen
kann.
Alles in allem hatte ich also eine über die geplanten Maße ausgedehnte Zeit hier, die aber sehr schön gefüllt war und mich im Viertel anscheinend als "Der Gärtner" bekannt gemacht hat. Da Neapel,
genauer der Besuch von Pompeii aber nach wie vor auf meiner Liste steht, reist eben dieser jetzt wieder ab. Von beiden noch wieder zurück zur Raststätte gebracht, auf der ich ursprünglich für
diese eine Nacht eingeladen wurde und nach herzlicher Verabschiedung, zieht es mich weiter nach Italien.
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