Rückkehr

 

Meinen Führerschein habe ich irgendwann in der zweiten Hälfte von 2013 gemacht, das nächste mal gefahren bin ich danach im kanadischen Hinterland, ohne Straßen oder sonst irgendetwas. Vorsichtig ausgedrückt würde ich also sagen, es gibt mit Sicherheit versiertere Fahrer als mich auf dieser Welt. Das hat Paul aber trotz allem nicht davon abgehalten, mir das Steuer seines Wagens anzuvertrauen.

 

Getroffen haben wir uns gestern Abend. Er wollte in die Bretagne, ich wollte nach Deutschland. Von Toulouse aus nicht komplett dieselbe Richtung, aber ein gutes Stück zumindest, und da er zwar gerne noch weiter wollte, aber zu müde war, um selbst zu fahren, hat er mir einen Deal angeboten. Er nimmt mich mit, wenn ich ihn fahre. Da ihn selbst meine Nachfrage „Gas war rechts und Bremse Mitte?“ nicht abschreckte, meine Fahrkünste während der langen Abstinenz nicht zu sehr gelitten hatten und die Straßen leer genug waren, dass ich auch nichts dagegen hatte, haben wir beide noch eine gute Strecke unserem jeweiligen Ziel entgegen zurücklegen können. Die Nacht habe wir dann auf irgendeinem Rastplatz verbracht, von wo aus es morgens wieder weiterging, bis sich unsere Wege dann auf der Höhe von Niort trennten. Über verschiedene Stationen ging es über Belgien wieder nach Deutschland und auf ein Neues bin ich wieder zurück. Weit gekommen bin ich seit meiner Abreise nicht, aber Andorra zumindest habe ich erreicht und in den paar Tagen immerhin genug erlebt für ein paar nette Anekdoten.

 

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