Beim Wort Louvre wird jeder vermutlich entweder zuerst an die Mona Lisa denken oder an Tom Hanks und Dan Browns Sakrileg bzw. den Da-Vinci-Code und zumindest das Bild der großen Glaspyramide im Kopf haben. Wer aber selbst mal da war, weiß, der Louvre selbst ist unwahrscheinlich viel größer und alles andere als lediglich ein Kunstmuseum. Für EU-Bürger unter 26 ist, wie in jedem Museum und öffentlich begehbaren historischen Gebäude in Frankreich, freier Eintritt und mittwochs ist bis 22 Uhr geöffnet. Obwohl ich den gesamten Tag hier verbracht habe, konnte ich nur zwei der drei Flügel sehen. Neben verschiedenen Epochen der europäischen, nordafrikanischen und kleinasischen Antike, Ausstellungen über die europäische Geschichte, einigem speziell über die französische natürlich und die Geschichte des Louvre selbst, unzähligen Gemälden, bietet er selbst Ausstellungen über die Völker Zentralafrikas, Nord- und Südamerikas, Ostasiens, Ozeaniens, Polynesiens und diverses mehr. Naturgeschichte findet man eher weniger, aber ansonsten gibt es wohl wenig, was sich im Louvre nicht finden ließe. Wenn man nicht den Haupteingang durch die Glaspyramide wählt, sondern sich mit einem der Seiteneingänge zufrieden gibt, sind selbst die Warteschlangen überschaubar. Neben dem Dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen (ebenfalls mit freiem Eintritt nebenbei bemerkt), mit weitem Abstand eines der besten Museen, die ich je betreten habe und definitiv ein Must-See in Paris. Bevor wer fragt, die Mona Lisa habe ich selbstverständlich auch gesehen.
Wer den Tag vor Ort ausgiebig nutzt, hat auf dem Rückweg das Vergnügen, Paris bei Nacht zu sehen. Wer Asterix kennt, weiß, Hünengräber gibt es keine („Die goldene Sichel“, Band 5 müsste es sein im Deutschen (die ersten acht Bände sind im Deutschen anders nummeriert als im französischen Original, bedingt durch den großen Erfolg des Films „Asterix und Kleopatra“; deshalb taucht Idefix auch erst nach dem (französisch fünften) Band „Tour de France“ auf)), dafür aber unter anderem den beleuchteten Eiffelturm. Da ich ja immer versuche, ein paar nette Infos in meinen Texten einzustreuen, im Eiffelturm gibt es übrigens ein Apartment. Erbaut und vormals gelegentlich bewohnt vom Erbauer, Gustave Eiffel (der Name, mit doppel F, hat daher auch nichts mit der deutschen Eifel zu tun, nebenbei bemerkt), kann man es heute als Tourist besichtigen (ich habe allerdings keine Ahnung, wo und wie lange im Voraus man sich bewerben muss) oder es sich im ausgesprochen sehenswerten Film „A World Beyond“ ansehen. Da ich selbst es leider nie betreten habe, kann ich nur von den mir bekannten Fotos aus urteilen, aber im Film scheint entweder im echten Apartment gedreht worden zu sein, oder in einer exakten Kopie, da die Wohnung wohl wirklich so aussieht.
Kommentar schreiben