Dancing in the Moonlight

 

Wer schon mal in Prag war, dem ist vielleicht eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt aufgefallen, das Tanzende Haus. Am Morgen ging es für mich mit der Tram komplett raus aus der Stadt, um die äußersten Sehenswürdigkeiten zu erreichen, und zu Fuß zurück, am Fluss entlang, bis ich mit dem Tanzenden Haus wieder den inneren Bereich erreicht hatte. Als ich mit Lucas hier war, war ich schon begeistert, ohne damals aber überhaupt das Beste darüber zu wissen.

 

Nachdem ich gestern den größten Teil des Tages auf dem Hradschin (ich liebe dieses Wort, seit ich es das erste Mal in der Teufelsbibel gelesen habe) und dem Burgberg verbracht, inklusive übrigens eines Abstechers zum Prager Eiffelturm. Heute war also das Zentrum dran. Neben unzähligen Blickfängen, historischen Gebäuden, Parks und Anlagen, einem Abstecher zum Fernsehturm natürlich, der berühmten Uhr etc. half mir, mal wieder, mein Wissen, um eine weitere meiner üblichen Anlaufstationen zu finden, die ich in den Städten normalerweise aufsuche: Das Hardrock Café. Emma, die schwedische Kellnerin, die wir damals kennengelernt haben, war inzwischen leider nicht mehr dort und wieder zurück nach Schweden gegangen, dafür ist aber Antonio gekommen. Sehr cooler Kerl mit sehr speziellen Wissen über die Stadt. Als Geheimtipp hat er mir geraten, noch einmal zurück zu gehen zum Tanzenden Haus. Zwar sind die meisten Stockwerke für Büros reserviert. Ganz oben aber, genau an der Spitze, gibt es ein Restaurant und Café, Ginger&Fred. Highlight desselben ist definitiv die Kuppel, von der aus man fast die gesamte Stadt sehen kann. Das Tanzende Haus im Mondlicht und um einen herum zu Füßen liegend das blühende Leben von Prag bei Nacht.

 

Irgendwann, schlafen wird dort oben wohl leider nicht möglich sein, hieß es wieder Abschied zu nehmen von dem Ort und einen anderen zu finden, um die Nacht dort zu verbringen. Mir inzwischen unbezahlbar geworden, hat mein Schild mir dies in ein paar Augenblicken erledigt und ich wurde eingeladen von Jana und ihrem Freund. Sofern es mir nichts ausmachen würde, die Nacht auf dem Boden zu schlafen mangels einer vorhandenen Couch, hätte ich meinen Schlafplatz. Aber wozu habe ich eine Isomatte, wenn nicht, sie auch mal wieder zu benutzen?