Wiedersehen auf Zeit

 

Wieder auf spanischem Boden. Von der Fähre aus sind wir natürlich zuallererst zu den Parkplätzen der Lastwagen, aber die Wache war nicht ganz so angetan davon. Danach ging's zum Bahnhof, um zu gucken, ob Fouad sich einen Zug oder Bus nehmen könnte zurück nach Madrid, allzu bald kommt aber keiner. Also trampen. Die Strecken nach Madrid und nach Deutschland, zu dem es mich zieht, nachdem mein Vater sich gewünscht hat, ob ich am Vatertag zurück sein könnte, trennen sich erst nach einiger Zeit, vorerst reisen wir also noch zusammen. Zu Fuß ging es dann zur nächsten Tankstelle, wo wir erfahren, dass es eine bei der Autobahn gibt in gutes Stück die Straße entlang. Ich hätte zwar vorgeschlagen, es bei der, an der wir waren zu versuchen, aber Fouad war zu fertig, um zu warten, und wollte laufen. Dieser Logik hatte ich nichts entgegenzusetzen, also ging's weiter, bis war nach langem Fußmarsch schließlich an einen mir nicht unbekannten Flecken Erde kommen, mit einem Mäcces vor einem Lidl. Da sich bei der dortigen Tankstelle partout nichts ergibt, Fouad, der eigentlich sein Glück bei der Straße hätte versuchen sollen, quasi vom Fleck weg eingeschlafen ist, zücke ich mein Telefon und gucke mal, ob ich nicht zufällig Andrew erreichen könnte.

 

Gerade sitze ich bei ihm auf der Couch, es gab was zu essen und reichlich zu erzählen von unserer Tour durch Marokko, Fouad und ich sind eingeladen, die Nacht bei ihm zu bleiben, um mal wieder ausschlafen zu können. Andrew eben, man fühlt sich immer wohl und willkommen bei ihm. Fouad hat das Angebot dankbar angenommen und gedenkt, morgen früh den Bus nach Madrid zu nehmen, ich habe es ein wenig zu eilig, um die Nacht über schlafen zu können, wenn ich in zwei Tagen in Deutschland sein möchte, weshalb Andrew mich glich zu einer Tankstelle bringen wird. Vom äußersten Ende Europas bis nach Beyenburg in achtundvierzig Stunden. Drückt mir die Daumen, Leute, die Zeit läuft.

 

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