Sorry, aber der musste sein, gerade wo ich davor noch was von Asterix geschrieben hatte :D
Mein Cesar hier ist allerdings keine Comic- oder historische Figur, sondern der Student, der mich gestern auf den Straßen Santiagos zu sich eingeladen hat. Von meinem Zeltplatz ging es erst eine herrliche Küstenstraße mit einem unglaublich fantastischen Ausblick entlang nach A Coruña und von dort über Umwege nach Santiago de Compostela. Über Umwege heißt hier zum einen, dass ich natürlich noch in der Stadt war, losgekommen bin ich erst abends, und zum anderen, fragt nie einen Spanier, ob man irgendwo hinlaufen kann. Ich war an einer Tankstelle relativ am Stadtrand, da ich da nicht weitergekommen bin, habe ich nach einer etwas außerhalb gefragt. Es gab sogar eine am Highway, wie ich dann erfahren habe und auf meine Nachfrage wurde mir dann versichert, ja, natürlich könne man dort hinlaufen. In der Theorie stimmt das auch, aber für mich als Deutschen ist doch mehr als ungewohnt, aber Seitenstreifen der Autobahn zu spazieren... Wobei das hier, den Fußspuren nach zu urteilen, durchaus eine gängige Passage ist.
An der Tanke angekommen ging es dann aber gleich mit einem Auto bis rein nach Santiago und zu Fuß direkt weiter zur Kathedrale. Rein wollte ich um die Zeit nicht mehr, aber zumindest wollte ich sehen, was mich morgen (also heute) erwartet. Sieht echt nicht schlecht aus, aber ich muss sagen, ich kam mir ein bisschen vor wie in Köln. Wunderschöne Kirche, aber die Gerüste stören ein wenig.
Um aber wieder auf Cesar zu kommen, nach der Kathedralenschau habe ich mich umgeguckt, wo ich die Nacht verbringen könnte und bin zwei Straßen weiter auf einen Radfahrer gestoßen, der zwar keinen Zeltplatz kannte, aber eine Couch frei hatte. Nichts gegen mein Zelt, aber eine Couch klang doch verlockender :D Den Abend habe ich dann mit Cesar und seiner Freundin Jezabel verquatscht und frisch ausgeschlafen geht's jetzt weiter zum Treffen mit dem Namenspatron Santiagos.
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