Eigentlich geht das Lied ja "Da steht ein Pferd auf dem Flur" (müsste es nicht eig eher in dem heißen?), aber für Nordportugal müsste man es umschreiben. Isabel (was ich gestern wohl als gesetzt angenommen habe, zur Erklärung: sie ist eine Freundin meiner Mutter schon aus Studientagen und hatte mich nach Porto eingeladen) hatte ein Treffen mit Freunden und Kollegen in einem kleinen Dorf im Norden und hat mich mitgenommen. Auf Erkundung in demselben stand mir plötzlich eine ganze Rinderherde auf der Straße entgegen, inklusive Stier und allem. Irgendwann am Ende kam dann auch ein Hirte, aber bis der überhaupt in Sicht war, hätte die Menge an Kühen, die ich bis dahin passiert habe, wahrscheinlich das ganze Dorf mit Milch versorgen können. Auch das wieder, definitiv ein Erlebnis :)
Apropros Erlebnis, das Essen war erst recht eins. Isabel und Co sind nicht zum Sightseeing gekommen, sondern für ein traditionelles Essen, passend zum Ambiente. Das Wirtshaus hatte gut ein paar hundert Jahre auf dem Buckel und die Erbauer haben wahrscheinlich schon dieselbe Art von Essen gehabt, zu der ich heute eingeladen wurde, als da wären unter anderem Schweineohren und Schweineschwänze. Es gab auch andere ursprüngliche und auch modernere landestypische Gerichte, aber ich glaube, Schweineohren wecken mehr Interesse als Reis(?)-Pudding :P
Innereien sind definitiv nicht meins, aber das wusste ich schon vorher, der Rest ist aber sogar mehr als essbar. Bei Schweineohren ist interessant, dass man den Kopfausschalten muss. Denkt man nicht daran, was man gerade im Mund hat, schmeckt es echt gut, etwas bissfest vll, aber sobald man sich bewusst macht, was das eigentlich ist, ändert sich der Geschmack ein wenig. Bei Schweineschwänzen allerdings nicht mal mehr, die schmecken einfach so gut, dass auch das Wissen um den Ursprung des Essens keinen Unterschied macht. Da man den kompletten gekochten Schwanz vorgesetzt bekommt, lediglich nicht mehr geringelt, wäre es hier aber auch schwer, den zu ignorieren.
Der Rest der Sachen: probiert selbst, Leute, ist mir jetzt echt zu viel, alles im einzelnen zu erwähnen. Das Essen war aber die Anreise wert, soviel kann ich sagen.
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