Hey, das geht ab....

 

.....wir feiern die ganze Nacht, die ganze Nacht." So könnte man ungefähr meine letzte Nacht zusammenfassen. Wie das als Tramper eben so ist, irgendwas geht eigentlich immer noch. Irgendwann gegen eins in der Nacht sind ein paar Holländer vorbeigekommen, die mich gleich mitgenommen haben. Nach dem üblichen Smalltalk wo's denn hingeht etc. kam dann das Angebot, dass man mich zwar zur nächsten Tanke bringen könnte, wenn ich wollte, wäre die Alternative allerdings eine Untergrundparty irgendwo im belgisch-luxemburgischen Grenzgebiet. Und wer wäre ich, wenn ja da nein sagen würde? :D

 

Zur Erklärung eben vorweg: Partys in Diskotheken etc. sind in der Gegend hier wohl nahezu unverschämt teuer. Ein paar Leute haben deshalb gesagt, sie möchten, dass jeder, der Party machen möchte, auch die Möglichkeit dazu haben sollte und haben angefangen, Untergrundpartys zu organisieren. Der Eintritt ist frei, man muss aber wissen, wo man sich trifft, da die Orte immer wieder wechseln und in der Regel irgendwo versteckt und recht abseits liegen. In diesem Fall war es ein alter Eisenbahntunnel irgendwo im Wald.

 

Nach über zweistündiger Suche hatten wir's endlich gefunden, wie oben geschrieben, man muss schon wissen, wo es ist. Und augenscheinlich reicht selbst das nicht immer aus :D Aber wir waren da. Wer mich kennt, weiß, dass mir Partys zwar Spaß machen, aber nicht immer so meins sind. Hier hab' ich auch einiges gebraucht, um reinzukommen, aber danach hab' ich dann mit der Menge getanzt bis in den Morgen. Sonnenaufgang hieß einfach nur, man hat noch eine Lampe mehr.

 

Irgendwann gegen Vormittag war dann so allmählich Ende, Stigje hat mich auf dem Rückweg wieder an einer Tankstelle rausgelassen. Schlaf wird ja sowieso überbewertet, für mich geht's jetzt also gleich wieder weiter auf gen Barcelona.

 

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