Ich gebe zu, gedanklich hatte ich mich bereits darauf eingestellt, kurz vor dem Ziel dieses doch nicht zu erreichen. Nach langer, aber recht ereignisloser Fahrt habe ich es bis zur letzten Raststätte vor der Landstraße nach Bamberg geschafft. Wien verlassen habe ich mit einem alten Ungarn, der leidlich gutes Deutsch konnte und froh war, sich wieder an diesem zu versuchen, zumal er in seiner Jugend ebenfalls Europa durchtrampt hat. Zum Abschied kurz vor München hat er mir noch ungarischen Käse und typisch ungarische Tomatensuppe geschenkt. Kurz darauf ging es mit Nina weiter, die mit ihren drei Kindern gerade aus dem Urlaub kam, mich samt Gepäck aber trotzdem noch irgendwie in den Wagen quetschen konnte, was ich selbst nicht für möglich gehalten hätte. Da sie früher ein Praktikum in einem afrikanischen Nationalpark gemacht hat, hatten wir während der Fahrt genug zu reden. Sie hat mich abends dann auch auf dieser Raststätte abgesetzt.
Problem war anschließend schlicht und ergreifend, dass es kaum noch Verkehr gab und die wenigen Wagen, die noch kamen, einfach nicht nach Bamberg fuhren. Um kurz nach eins kam schließlich aber doch noch die Erlösung und ein Lift, bis direkt vor Jasmins Tür. Alles andere außen vor, nur diese eine Rückfahrt betrachtet, von Budapest nach hier: es gibt so viele Höhen und Tiefen, die man durchleben kann, oft direkt nebeneinander gelegen, aber was bleibt von all den Erlebnissen ist die schlichte Erkenntnis, die Menschen sind gut. Ganz einfach, schlicht und ergreifend. Die Menschen sind gut und am Ende wird es eben das.
Ich mache hier dann Schluss für's erste, Jasmin wartet.
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