Buda&Pest

 

Wuppertal ist eine Kunststadt. Im Zuge der großen Umverteilung 1929 wurde es aus verschiedenen anderen Städten (primär Elberfeld und Barmen) gegründet. Ähnlich verhält es sich mit Budapest, das einst aus den vormals eigenständigen Städten Buda und Pest zusammengewachsen ist bzw. 1873 bewusst gegründet wurde (genau genommen zusammengelegt nicht nur aus Buda und Pest, sondern ebenfalls aus Obuda) und früher bekannt war unter Pest-Buda. Die Donau bildet auch heute noch die Grenze zwischen den beiden ehemaligen Städten.

 

Nach einer Nacht auf der ungarischen Autobahn, recht kurz vor Budapest sogar, bin ich heute Morgen in der Hauptstadt angekommen, gleich vor der Kettenbrücke, habe meinen Rucksack in einem Hotel gelassen und mich in die Stadt gestürzt. Auch hier gilt, wie für alle Städte, Onlinestadtführungen gibt’s bei mir nicht, sucht euch dafür bessere Seiten, aber als kurzes Feedback zumindest: es lohnt sich. Es lohnt sich definitiv. Angefangen auf der Buda Seite, die unglaublich viel Historisches bietet, über die Pester, die einem eine gelungene Mischung aus Geschichte und Moderne liefert und eingerahmt durch bewaldete, wunderbar grüne Hügel und der dahinfließenden Donau als Mittelpunkt, war der Tag für's Sightseeing ein voller Erfolg. Die nette Anekdote kam dann am Abend noch dazu, alles also wunderbar.

 

Nach einem voll ausgeschöpften Tag in der Stadt, bin ich abends zurück zum Hotel, um mir meinen Rucksack zu holen, und anschließend raus auf die Straßen, meinen Schlafplatz zu finden. Nach einiger Zeit kam mir ein Radfahrer entgegen, den ich erfolgreich anhalten konnte, um nach einem solchen zu fragen, woraufhin mir angeboten wurde, mich mitzunehmen zu ihm, da er mir einen anbieten könne. Mitnehmen war wörtlich gemeint, da ich nicht nebenher laufen musste, sondern allen Ernstes hinten auf einem Fahrrad mitgenommen wurde, einschließlich Fahrtenrucksack und allem. Hat man auch nicht alle Tage. Bei Tim angekommen, konnte ich wegen seiner Freundin leider nicht mit in seine Wohnung, aber ich bin bescheiden und das Haus hat einen großen Keller. Das war vielleicht nicht ganz konform mit den Nutzungsbestimmungen von diesem, da er in einem kleinen Hochhaus wohnt, mein Kellergang also genau genommen nicht direkt dafür ausgelegt war, von Trampern in Beschlag genommen zu werden, aber für eine Nacht ist das schon ok. Tim hat mir noch etwas zu Essen und zu Trinken gebracht und hier lieg' ich jetzt also, irgendwo in Budapest im Keller eines kleinen Hochhauses und genieße den Ausklang dieses Tages.

 

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