Nachts im Museum

Ich weiß nicht, wie oft ich das heute gesagt habe, aber: Diese Stadt ist ein Museum! Es wird nicht jedermans Geschmack sein, aber ich persönlich liebe ja diese alten Gebäude, Kirchen, Paläste und das alles und in Kopenhagen ist es stellenweise schwierig, nichts davon zu sehen. Und, wo ich rad beim Thema bin, die Museen sind auch klasse. Da ich nicht für alles Zeit hatte, war ich lediglich in einem, aber damit waren quasi allen anderen gleich mitabgehandelt: das Dansk Nationalmuseet. Wer jemals im Deutschen Museum in München war, weiß, wer das ganz gesehen hat, kann sich vieles andere sparen, wird aber nach mindestens einer Woche auch froh sein, wieder mal frische Luft zu atmen. Ich war zweimal jeweils einen ganzen Tag drin, habe irgendwann aufgehört, alles zu lesen zu fotografieren, bin also wirklich durchgegangen, und habe nicht mal eine Etage geschafft. Das Dänische Nationalmuseum ist etwas kleiner, ich glaube, ich war in jedem Bereich und hatte anschließend noch Zeit, mir den Rest der Stadt anzugucken, aber auch hier musste ich es irgendwann sein lassen mit den Fotos. Erstens waren bereits zwei oder drei Speicherkarten voll und zweitens war schon mein Ersatzakku auf Reserve. Da der Platz hier bei weitem nicht ausreichen würde, alles zu beschreiben, was es dort gibt, zähle ich einfach mal die verschiedenen Abteilungen auf. Der Eintritt ist übrigens frei, also ein Besuch lohnt sich immer. Dänische Frühgeschichte 13.000 v.Chr. – 1050 n.Chr., Kindermuseum, Dänisches Mittelalter und Renaissance, Königliche Münz- und Medaillensammlung, Königlicher Palast – Geschichte und Ausstattung, Völker der Welt, Geschichte Dänemarks 1660 – 2000, Spielzeugmuseum, Nahöstliches Museum, Fernöstliches Museum, Klassisches Museum (Antike, Ägypten, Rom), Runensteine, Wikinger,verschiedene temporäre Ausstellungen.

Das Museum ist nahe des alten Stadtpalastes der Königsfamilie, vor dem seit inzwischen mehr als zehn Jahren jeden Tag die Friedenswächter stehen. Hat nichts mit dem König als solchem zu tun, sondern das ist eine Organisation, die versucht, auf die Kriege dieser Welt hinzuweisen, das Leid, dass sie verursachen, die eigentlichen Ziele, die hinter diesen stehen und natürlich, sie zu beenden. Auf dem Weg zur Kleinen Meerjungfrau, wenn man schon in Kopenhagen ist, sollte man zumindest mal vorbeigucken, bin ich an diversen deutschen Reisegruppen vorbeigekommen, die extra zum Shoppen anreisen, teilweise sogar spezielle Shoppingtouren buchen, und den entsprechenden Läden. Unter anderem bin ich über einen Legoladen gestolpert, der in Sachen Zierde mehr als ein wenig an Legoland erinnert hat, siehe Fotos später. Nach dem Besuch bei der Little Mermaid und dem obligatorischen Foto, da mein Akku doch noch den Geist aufgegeben hat, habe ich mir kurzerhand eine Kamera geliehen und die die Speicherkarte für die Fotos mit meiner getauscht, ging's dann wieder zurück nach Christiania und dem dortigen Weihnachtsmarkt. Unterwegs dann, wie die Überschrift schon sagt, durch's nächtliche Kopenhagen bzw. später nachts durch Christiania. Für Morgen hab' ich mich eben schon informiert, wird mir ein längerer Fußmarsch bevorstehen, weshalb ich für heute Schluss mache.

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